Ein literarisches Mosaik – Tyll [Rezension]

Ein literarisches Mosaik – Tyll [Rezension]

Der erste Satz

Der Krieg war bisher nicht zu uns gekommen.

Zum Inhalt:


In ‘Tyll’ geht es grob gesagt um den dreißigjährigen Krieg. Der berühmte Spaßmacher, Till Eulenspiegel oder Tyll Ulenspiegel, wie er auch im Buch genannt wird, dient dabei mehr als Leitfaden, der den Leser durch das Buch führt, an verschiedenen Schauplätzen auftaucht und verschiedenen geschichtlichen Berühmtheiten begegnet: Neben Elisabeth Stuart und Friedrich V., dem Winterkönig, auch dem Gelehrten Athanasius Kirchner oder dem Dichter Paul Fleming. Tatsächlich ist das schon alles, was man zum Inhalt sagen kann, ohne allzu sehr ins Detail zu gehen, denn eine klassische Handlung gibt es nicht. Viel mehr werden dem Leser kurze Einblicke in den Alltag der Figuren gewärt, die sich nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügen.

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Kindergarten meets Tod – Scythe: Der Zorn der Gerechten [Rezension]

Kindergarten meets Tod – Scythe: Der Zorn der Gerechten [Rezension]

Der erste Satz

Was für ein Glück, dass ich zu den Empfindungsfähigen zähle und meinen Zweck kenne.

Zum Inhalt:

Citra hat es geschafft. Als Scythe Anastasie ist sie der frische Wind im Scythetum, unsagbar beliebt und mit ihrer Mentorin Scythe Marie Curie unterwegs. Sie leben ein Nomaden-Leben, da Anschläge auf sie verübt werden. Das Scythe-Büro ist ratlos, Scythe Constantine, der ermittelt, wirkt ein bisschen verdächtig und Rowan, der als Scythe Luzifer die Scythes der “Neuen Garde”, die mit Lust töten und ausrotten, abfackelt, sind dabei nur einige der Handlungsstränge. Scythe Faraday hängt in einer Bibliothek ab und recherchiert nach etwas, das in Band 3 sehr wichtig werden wird (hoffe ich) und Greyson, der in “Scythe – Der Zorn der Gerechten” neu auftaucht, hat ganz schön große Probleme trotz ehrenhafter Motive. Ach, und dann ist da der Thunderhead. Der wie immer nur kommentiert und nicht eingreifen darf, weil das ja irgendwann mal ein Gesetz war. Aber hey: Die Bürokratie ist lustig, die Handlung spannend.

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Liebenswerter Unsympathler – Carim Drachentöter [Rezension]

Liebenswerter Unsympathler – Carim Drachentöter [Rezension]

Der erste Satz

Die Sonne tanzte auf den Schuppen der nachtschwarzen Drachendame und warf mannigfaltige Schattenmuster auf den Boden.

Zum Inhalt:

Carim tötet für sein Leben gerne Drachen. Bis er eines Tages ein Drachenei stiehlt, um es auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen – dummerweise schlüpft der Drache und zerlegt seine Wohnstätte. Statt das Tier jedoch zu töten, erkennt Carim seinen Vorteil und beginnt, das Tier zu trainieren. Seine Ziele sind hoch gesteckt: Er will sich für den König unabdingbar machen, um Land und Gold zu kassieren.

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DO NOT TELEPORT! – Der Zwillingseffekt [Rezension]

DO NOT TELEPORT! – Der Zwillingseffekt [Rezension]

Der erste Satz

Wenn Sie das lesen, sind Sie offiziell dafür verantwortlich, herauszufinden, was als Nächstes zu tun ist.

Zum Inhalt:

New York. 2147. Joel Byrams will eigentlich nur zu seiner Frau teleportieren. In ihre Lieblingsbar. Tut er auch. Sie wollen ihre Beziehung retten und nach Costa Rica. Das tut der überarbeiteten Sylvia bestimmt gut, und auch der Salter Joel Byrams, der hauptberuflich künstliche Intelligenzen mit Humor füttert, kratzt ein paar Chits zusammen, um sich nach Costa Rica zu teleportieren. Leider kommt eine Gehinnomitin, ein Gegner der Teleportation, und sprengt sich in die Luft, während Joel am Teleportieren ist. Die Folge: In Costa Rica kommt ein Joel an. Der echte Joel hingegen bleibt in New York zurück. Dort wird er plötzlich von International Transport und anderen Gruppierungen und Unternehmen gejagt: Denn er ist der einzige Mensch, der sich selbst geklont hat. Und das alles auch noch ohne Kom (d.h. ohne Pass, Internetzugang, Kommunikationsmöglichkeit und Identität).

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Humorvoll, nachdenklich, bedrückend – Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden [Rezension]

Humorvoll, nachdenklich, bedrückend – Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden [Rezension]

Der erste Satz

Wie wäre es wohl, wenn alle Katzen von der Welt verschwänden?

Zum Inhalt:


Der namenlose Protagonist ist Briefträger und erfährt nach einem längst überfälligen Arztbesuch, dass er einen Hirntumor im Endstadium und nur noch maximal eine Woche zu leben hat. Als er wieder nach Hause kommt, steht der leibhaftige Teufel vor ihm. Der eröffnet dem Protagonisten, dass er nicht erst nächste Woche, sondern schon morgen sterben wird.
Doch der Teufel wäre nicht der Teufel, hätte er nicht einen teuflischen Pakt im Gepäck. Für einen zusätzlichen Tag Leben darf der Protagonist eine Sache von der Welt verschwinden lassen. So verschwinden am Dienstag alle Telefone, am Mittwoch alle Filme und am Donnerstag alle Uhren. Als dann aber am Freitag alle Katzen von der Welt verschwinden sollen, gerät der Protagonist ins Grübeln.

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Ich hasse Rezensionen – Ich hasse Menschen [Rezension]

Ich hasse Rezensionen – Ich hasse Menschen [Rezension]

Der erste Satz

Der Mann mir gegenüber isst eine Möhre.

Zum Inhalt:

Julius Fischer schreibt, wie er denkt. Dabei geht er auf seine Gedanken ein, die abschweifender nicht sein können. Über eine Zugfahrt, in die selbstverständlich Verzögerungen und ein Mal Umsteigen eingebaut sind, sitzt Julius einfach so im Zug und hasst vor sich hin. Er ist auf dem Weg zu einer Literaturagentur und schreibt an dem Buch “Ich hasse Menschen”. Das sagt er nicht so ganz ausdrücklich, aber ich bestimmte das jetzt mal so. Es handelt sich bei “Ich hasse Menschen” nämlich um ein Gedankenprotokoll mit zahlreichen Abschweifungen. Kaum Handlung, dafür doppelt Humor. Zum Mitnehmen. Da geht es um nervige Rentner, anstrengende Ausflüge, hassenswerte Bekannte, Poetry Slam und alles, was man sonst mit ergiebigem Hass verbinden kann.

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