Wunderschönes Schauspiel der Irren mit Gone Girl [Rezension]

Wunderschönes Schauspiel der Irren mit Gone Girl [Rezension]

Buchanfang

Nichts ist so wandelbar wie die Liebe. Lügen, Hass, sogar Mord. Alles ist in ihr verschmolzen. Sie ist das unvermeidliche Aufblühen ihrer Gegensätze.

Zum Inhalt:

Nick Dunnes Frau verschwindet spurlos am sonnigen Morgen ihres fünften Hochzeitstages. Die Polizei verdächtigt sofort Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Die Polizei findet immer mehr Indizien, die Nick belasten. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?

 

Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  1. Den Film geschaut und erneut festgestellt, wie gut auch das Drehbuch ist.
  2. Mich gefragt, wie zum Teufel man in eine solche Ehe geraten kann.
  3. Känguru Chroniken gehört, um mich daran zu erinnern, dass es auch noch Leichtigkeit gibt

Mein Eindruck zu Gone Girl:

Alter! Aber es gibt keine undankbarere Rezension als zu Gone Girl*. Der Klappentext verrät schon nichts Wirkliches, genau mit diesem Unwissen sollte man sich in die Lektüre wagen. Die Betonung liegt auf wagen! Ich gehe davon aus, dass die meisten den Film kennen. So ging es mir auch, dennoch wollte ich das Buch auch unbedingt lesen. Es ist fantastisch! Das Drehbuch ist sehr nah daran orientiert, das wurde nämlich von der Autorin verfasst. Trotzdem bietet das Buch Details (auch leichte Änderungen), für die es sich lohnt. Ich konnte viel besser nachvollziehen, weshalb Nick so handelt, wie er handelt. Weil er ist, wie er ist.

Stärken des Buchs:

Die Charakterzeichnung ist großartig! Die Verzweiflung Nicks fühlt sich erschreckend echt an. Als dann seine Schwester laut fragt, ob es in ihren Staat noch die Todesstrafe gibt (ja), bleibt dir die Luft im Hals stecken. Dann kommt Amy Sicht hinzu und … Ich darf es nicht sagen, immerhin könnte es noch ein paar Glückliche geben, die diese Gehirnfick-Geschichte noch nicht kennen. Aber: Zucker. Ich bin neidisch, dass ich dieses Buch nicht geschrieben habe.

Sprachlich ist das Buch einwandfrei und darüber hinaus: Stilsicher, besonders. Die Sprache macht Spaß, der Spannungsaufbau ist perfekt und das Buch spielt mit den Wahrnehmungen der Leser. Ist Nick verrückt? Hat er doch seine Frau umgebracht und es vielleicht vergessen? Das Ende des Buches ist perfekt unperfekt und genau deswegen so authentisch.

Schwächen des Buchs:

Da das Ende so grandios verflochten ist, könnte es für einige unbefriedigend wirken. Das ist aber schwachsinnig, diese Leute sollen Rosamunde Pilcher lesen. Das ist keine Schwäche, aber ich musste mir hier was aus den Fingern ziehen. Denn ich selbst finde keine.

Mein Fazit:

Ein Buch, wie es nur selten über den Weg läuft. Gone Girl* ist der beste Psycho-Thriller, den ich kenne.

Weitere Informationen:

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Andere Leseeindrücke:

  • noch keine bekannt
Magret Kindermann

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