Lieber Mau-Mau spielen – Schachnovelle [Rezension]

Lieber Mau-Mau spielen – Schachnovelle [Rezension]

Der erste Satz

Auf dem großen Passagierdampfer, der um Mitternacht von New York nach Buenos Aires abgehen sollte, herrschte die übliche Geschäftigkeit und Bewegung der letzten Stunde.

Zum Inhalt:


Auf einem Dampfer lernen der Erzähler und sein Begleiter den Schachweltmeister Czentovic kennen, der sich für viel Geld zu einer Partie herausfordern lässt. Ein Zuschauer, Dr. B., mischt sich ein und dadurch kann der Weltmeister doch noch geschlagen werden. Der Erzähler überredet ihn, ein weiteres Mal gegen den Profi anzutreten und bekommt erzählt, woher Dr. B. Schach kann. Er war ein Gefangener der Gestapo und hatte zur Unterhaltung nur ein Buch über Schach.

Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  1. Mich gefragt, ob ich dumm bin, weil ich die Kunst des Buches nicht erkenne.
  2. Das Buch schnell in das öffentliche Bücherregal gestellt.
  3. Laut gesagt: „Klassiker können auch echt überbewertet sein.“ Die Antwort war ein Schulterzucken.

Mein Eindruck zu Buchtitel:

Es geht tatsächlich um Schach. Nachdem ich vor ein paar Jahren mehrmals gegen einen Neunjährigen verloren habe, dachte ich ja, dass Schach witzig sein kann. Das Buch hat meine Meinung geändert, Schach ist furchtbar langweilig.

Stärken des Buchs:

Das Buch ist kurz, sehr kurz. Damit läuft man nicht in Gefahr, über zwei Stunden hinaus belästigt zu werden. Dazu ist der Schreibstil in Ordnung. Ich fand zwar keine Lieblingssätze, aber auch nichts, worüber ich mich aufregen könnte.

Schwächen des Buchs:

Der Anfang der Schachnovelle* ist lahm und ich glaube, selbst wenn man sich für Schach interessiert, amüsiert da nichts. Mit Dr. B.s Auftritt kommt eine kurze Spannung rein, weil man denkt, jetzt kommt etwas Gutes. Das verläuft sich dann aber schnell.

Die Symbolik ist eindeutig und nicht kreativ. Die Schachpartie steht natürlich für den Krieg. Dr. B erläutert dann auch freimütig von seiner monatelangen Folter der Gestapo. Mehr passiert auch nicht. Das Ende kann nicht überraschen. Stellt euch einen Roman über ein Kind mit schlechten Noten vor und am Schluss hat es noch immer schlechte Noten. Überraschung! Nicht.

Die Figuren überzeugen mich auch nicht. Sie bleiben blass und klischeehaft.

Mein Fazit:

Ich bin froh, dass diese Schachpartie endlich beendet ist.

Weitere Informationen:

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Andere Leseeindrücke:

  • noch keine bekannt
Magret Kindermann

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