Ein phantastisches Weltraumabenteuer – Hexenmacht [Rezension]

Ein phantastisches Weltraumabenteuer – Hexenmacht [Rezension]

Der erste Satz

In jenen Tagen strahlten die Sterne heller.

Zum Inhalt:

Hexenmacht* ist der zweite Band des galaktischen Abenteuers »Die Krone der Sterne« und erzählt aus verschiedenen Perspektiven eine phantastische Space-Opera. Zwischen Band 1 und Band 2 liegt ein ganzes Jahr.

Wir treffen Iniza und Glanis wieder, deren Tochter Tanys inzwischen das Licht der Welt erblickt hat. Gemeinsam leben sie auf dem gut versteckten Planeten Noa, den sie am Ende des ersten Bandes erreicht haben. Allerdings ist Noa nicht gerade eine Oase der Ruhe und der Sicherheit, sondern bevölkert mit Piraten. Inizas Onkel, Fael, hat das Kommando über den Noa, aber unter der Oberfläche brodeln bereits Intrigen, denen Glanis auf die Spur kommt. Gleichzeitig geraten der Waffenmeister Krankt und die Alleshändlerin Shara in eine äußerst unangenehme Lage und treffen bei einem ihrer Flüge unerwartet auf die Hexen, deren Oberhaupt Setembra gefährliche Pläne verfolgt.
Derweil gelingt Hadrath, Inizas Vater, der Ausbruch aus seiner Zelle auf Noa. Bei der spektakulären Flucht hat er nicht nur Noas geheime Koordinaten, sondern auch seine Enkeltochter in seiner Gewalt. Fortan beginnt für Iniza und Glanis das Bangen um das Leben ihrer Tochter, während sich Kranit und Shara mit dem Hexenorden konfrontiert sehen. Um das Chaos perfekt zu machen, wacht auch noch die Muse auf — ein künstliches Mädchen, das alles andere als harmlos ist und noch einige Fragen aufwirft.

Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  1. Bedauert, dass das Buch jetzt “ausgelesen” ist
  2. Durchgeblättert und Lieblingsstellen nochmal gelesen
  3. Gejammert, dass ich jetzt auf Band 3 warten muss

Mein Eindruck zu Hexenmacht:

Wie auch beim ersten Band, habe ich mich mit Hexenmacht zunächst schwer getan. Das liegt weder am Schreibstil noch an der Handlung, sondern schlicht an mir: Ich lese selten Science-Fiction und mein Kopfkino war mit Meyers fulminanten Beschreibungen zu Beginn überfordert. Da fehlt mir die Leseerfahrung im Genre. Insbesondere die gewaltigen Ausmaße von Raumschiffen, Statuen und Planeten, waren zwar beeindruckend, aber zunächst auch schwer zu erfassen. Glücklicherweise ist Hexenmacht wieder mit wundervollen Illustrationen von Jens Maria Weber versehen, die dem Kopfkino auf die Sprünge helfen. Zusammen mit dem Cover verwandeln sie das Buch wirklich in ein kleines Kunstwerk.

Stärken des Buchs:

Kai Meyer überzeugt mit ausgefeilten Charakteren, einer rasanten Handlung und verschiedenen Perspektiven. Figuren, die im ersten Band noch etwas kurz kamen, gewinnen im zweiten an Tiefe und andere enthüllen Teile ihrer Vergangenheit. Dann darf das geniale Setting natürlich nicht unerwähnt bleiben. Eine gelungene Verzahnung aus Science Fiction mit einer Prise Fantasy, die durch Elemente wie die Hexen, aber auch die Technik zu einer komplexen Welt — einem Universum wird. Das Tempo ist rasant, ein Highlight jagt das nächste, ohne dass der Autor die Gefühle seiner Protagonisten und Antagonisten aus den Augen verliert.

Schwächen des Buchs:

Nicht wirklich eine Schwäche, aber vielleicht etwas, das manche Leser nicht mögen: Die häufigen Wechsel der Perspektive. Ich konnte glücklicherweise mit jeder Figur mitfiebern, deshalb haben sie mich nicht gestört, aber wer unter den Protagonisten seine Lieblinge hat, wird wohl manches Mal frustriert sein.

Mein Fazit:

Hexenmacht* ist definitiv eine phantastische Space-Opera, die Lust auf mehr macht und ich bin jetzt schon traurig, dass es nach dem dritten Band wahrscheinlich vorbei ist. Ich würde auch noch weitere drei lesen. Die Schauplätze, die Figuren, die unvorhersehbaren Entwicklungen im Roman — Hexenmacht bringt alles mit, was ich mir von einem sehr guten Buch wünsche und hat meine Erwartungen übertroffen. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt der Lektüre gelangweilt, sondern von Anfang bis Ende mitgefiebert und sowohl Dialoge, als auch actionhaltige Szenen und Beschreibungen gleichermaßen genossen.

Weitere Informationen:

  • Taschenbuch mit Klappenbroschur 480 Seiten, erschienen bei FISCHER Tor am 22.02.2018, ISBN: 978-3-596-70174-2

Andere Leseeindrücke:

  • noch keine bekannt

 

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Lily Wildfire
Lily liest bevorzugt Fantasy und Science Fiction, greift aber auch gerne mal zu Werken aus anderen Genres und auch zu Sachbüchern. Sie trinkt eindeutig zu viel Kaffee und verbringt zu viel Zeit auf Twitter, braucht aber beides, um bei der Arbeit an ihrem eigenen Roman nicht dem Wahnsinn zu verfallen.

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