Author: magret

Sich wütend und allein fühlen – Einer von uns [Rezension]

Sich wütend und allein fühlen – Einer von uns [Rezension]

Buchanfang

Mein Vater überholte einen Wagen nach dem anderen, trat aufs Gas, hupte. Ich ließ den Kopf gegen den Sicherheitsgurt sinken, versuchte, nicht darauf zu achten, wie schnell er fuhr, unsicher, ob er dem Wetter davonfahren wollte oder einfach nur sauer auf mich war.

Zum Inhalt:


Ein fesselnder, erschütternder Roman über zwei junge Brüder und ihren übergriffigen Vater – Daniel Magariels Buch ist das verblüffende Debüt eines neuen, großen Talents. Die drei – ein zwölfjähriger Junge, sein älterer Bruder und ihr Vater – haben den „Krieg“ gewonnen: So nennt der Vater seine bittere Scheidung und den Kampf ums Sorgerecht. Sie verlassen Kansas und fahren nach Albuquerque, um noch einmal neu zu beginnen. Die Jungen gehen zur Schule, spielen Basketball, finden Freunde. Ihr Vater arbeitet von Zuhause aus. Bald aber wachsen sich kleine Fehltritte des Vaters zu einer finsteren Irritation aus, müssen die Jungen erkennen, dass sich ihr Vater verändert, unberechenbar wird, mitunter brutal. Vor der kargerhabenen Kulisse der Landschaft New Mexicos erzählt Magariel mit bestechender Klarheit, wie die Jungen verzweifelt versuchen, die Familie zusammenzuhalten, sich gegenseitig schützen und helfen, und schließlich ums eigene Überleben kämpfen. „Einer von uns“ ist eine kurze Geschichte mit gewaltiger emotionaler Wucht.

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Lieber Mau-Mau spielen – Schachnovelle [Rezension]

Lieber Mau-Mau spielen – Schachnovelle [Rezension]

Der erste Satz

Auf dem großen Passagierdampfer, der um Mitternacht von New York nach Buenos Aires abgehen sollte, herrschte die übliche Geschäftigkeit und Bewegung der letzten Stunde.

Zum Inhalt:


Auf einem Dampfer lernen der Erzähler und sein Begleiter den Schachweltmeister Czentovic kennen, der sich für viel Geld zu einer Partie herausfordern lässt. Ein Zuschauer, Dr. B., mischt sich ein und dadurch kann der Weltmeister doch noch geschlagen werden. Der Erzähler überredet ihn, ein weiteres Mal gegen den Profi anzutreten und bekommt erzählt, woher Dr. B. Schach kann. Er war ein Gefangener der Gestapo und hatte zur Unterhaltung nur ein Buch über Schach.

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Unmoralisches Lesevergnügen – Ein Spion im Haus der Liebe [Rezension]

Unmoralisches Lesevergnügen – Ein Spion im Haus der Liebe [Rezension]

Der erste Satz

Der Lügen-Detektiv schlief, als das Telefon läutete.

Zum Inhalt:


Sabina ist auf der Suche nach der Liebe, gleichzeitig aber auch auf der Flucht vor ihr. Sie ist verheiratet, doch ihr Ehemann Alan schenkt ihr zwar ein väterliches Heim, das sie braucht, doch gleichzeitig fühlt sie sich vom Stillstand gejagt. Der Kurzroman beginnt mit ihrem Anruf bei einem Detektiv. Sie hatte wahllos eine Nummer gewählt, um einem Fremden ihre Sünden und Sorgen anzuvertrauen. Doch der Detektiv macht sie nach dem Telefonat ausfindig und folgt ihr tagelang zu den Adressen ihrer verschiedenen Liebhaber. Sabina ist Schauspielerin, doch weniger als Beruf. Stattdessen spielt sie vor jedem Mann eine andere Rolle ihrer gespaltenen Persönlichkeit, die sie so gerne vereinen will.

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In die geheimnisvolle Unterwasserwelt abtauchen – Rendezvous mit einem Oktopus [Rezension]

In die geheimnisvolle Unterwasserwelt abtauchen – Rendezvous mit einem Oktopus [Rezension]

Der erste Satz

An einem dieser seltenen warmen Tage Mitte März, wenn der Schnee in New Hamphire zu schmelzen beginnt und in Matsch übergeht, fuhr ich nach Boston, wo die Menschen im Hafen entlangspazierten oder auf Bänken saßen und ihr Waffeleis schleckten.

Zum Inhalt:


Die Naturforscherin Sy Montgomery erzählt von ihren Begegnungen mit Oktopoden in einem Bostoner Aquarium. Dabei geht sie spannenden Fragen auf den Grund, etwa ob Kraken ein Bewusstsein haben. Montgomery hat ein unglaubliches Wissen, auch über andere Meerestiere. Sie berichtet von tollen Erlebnissen innerhalb ihrer Forschungen, aber auch von Experimenten und Studien. Sie scheut nicht davor, extra tauchen zu lernen, um ihrem Lieblingstier auch in der freien Natur begegnen zu können.

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Die Perle unter Säuen – Das Flüstern der Pappeln [Rezension]

Die Perle unter Säuen – Das Flüstern der Pappeln [Rezension]

Der erste Satz

“Ich erwarte nichts von dir. Das habe ich nie.”

Zum Inhalt:

Hennie war lange weg, zum Studieren in einer anderen Stadt und im Ausland. Sie kehrt auf den elterlichen Hof zurück, fühlt sich verloren, weiß nicht, warum sie sauer ist und wohin ihr Leben führen will. Ihre Großmutter liegt sterbend im Bett und spricht nicht mehr. Vielleicht ist sie nicht mehr bei Sinnen. Dennoch liest Hennie ihr alte Briefe vor, die Woche für Woche zurückkommen und die die Großmutter in jungen Jahren an einen Mann schrieb. Und der ist nicht Hennies Großvater.

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